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2 x Ja zum Ausbau-STOPP der Pisten!

Flughafenabstimmungen am 27. November 2011

Es gibt keinen Flughafen in Europa, der so nahe ans Stadtzentrum gebaut ist und damit der Wirtschaftswelt einen so bedeutenden Standortvorteil bietet. Aber dafür liegt der Flughafen mitten in einem dichtbebauten Siedlungsgebiet. Das führt folgerichtig zu Interessenkonflikten zwischen Siedlungsqualität und Flughafenwachstum.

Heute werden jährlich etwa 270‘000 Flugbewegungen sicher und pünktlich abgewickelt, fast gleich viele wie nach dem Grounding der Swissair im Jahr 2001. Weder Neubauten noch Ausbauten am bestehenden Pistensystem sind notwendig; weder aus betrieblichen noch aus Sicherheitsgründen. Die Zunahme der Passagierzahl ist durch grössere Flugzeuge und eine bessere Sitzauslastung aufgefangen worden. Mit einer Kapazität von 350‘000 Bewegungen auf dem heutigen Pistensystem wird die bestehende Infrastruktur noch auf Jahrzehnte hinaus genügen. Damit sind auch keine Arbeitsplätze gefährdet, wie die Gegner regelmässig behaupten. Trotz stagnierender Zahl an Flugbewegungen, ist die Zürcher Wirtschaft und die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen. Einen Zusammenhang mit dem Pistensystem herzustellen, ist deshalb eine haltlose Drohung.

Die von 42 Gemeinden eingereichte Behördeninitiative und der konstruktive Gegenvorschlag aus dem Süden des Flughafen verlangen, dass keine Neubauten und Ausbauten am Pistensystem vorgenommen werden. Der Gegenvorschlag verlangt zusätzlich die Rückkehr zu den An- und Abflugrouten vor 2000 und vermehrte politische Mitsprache im Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG.

2 x Ja schafft deshalb Planungssicherheit für die Gemeinden, die Liegenschafsbesitzerinnen und die Mieter, aber auch für den Flughafen, der folgerichtig in den technologischen Fortschritt und nicht in den Bau von Pisten investieren wird.

2.11.2011 Thomas Hardegger